Tanz-Muffel sind bei Sportlern Fehlanzeige

Sportlerball


Die mit den diesjährigen Talente-Förderpreisen-Ausgezeichneten Nachwuchssportler Antje Mahn, Denise Hinrichs, Martin Gulyas und Julia Mächtig (ab 5. von links) genießen gemeinsam mit ihren Trainern, Betreuern und der Jury die Aufmerksamkeit und den begeisterten Beifall den Ball-Publikums im Zinnowitzer Hotel ? Baltic?. FOTOs: V. Müller Solch einen Abend muss man festhalten, dachten sich wohl auch Mehrkämpferin Julia Mächtig und Kugelstoßer Marco Hübenbecker (beide SCN). Zwischen Udo Beyer, Ulrike Richter, Ulrike Meyfarth, Caren Metschuk, Petra Thümer, Ute Brückner, Ulli Wegner, Rainer Strohbach und anderen Sportstars fühlen sich die Youngster Martin Gulyas und Antje Mahn sichtlich wohl. Tanzen bis die Füße qualmen ? bis in die frühen Morgenstunden ging es rund im Zinnowitzer Ballsaal ? Sportler und Fans kannten keine Müdigkeit. Viel Spaß beim Plausch mit Marita Koch, deren 400-Meter-Weltrekord seit 20 Jahren ungebrochen ist, hatten auch die beiden Murchiner Karola und Jürgen Bödeker, die die Ballkarten über unsere Zeitung gewonnen haben.

 

Von Veronika Müller
Zinnowitz. Eines hat der Zinnowitzer Sportlerball auch in diesem Jahr wieder eindeutig unter Beweis gestellt: Leistungssportler haben nicht nur auf der Tartanbahn, im Schwimmbecken, in den Rennbooten oder auf dem Hallenparkett unendliches Stehvermögen, sondern auch beim Feiern.
Bereits zum elften Mal traf sich am Wochenende die Elite der deutschen Sportwelt im ?Baltic?, um zum einen die besten Nachwuchs- Athleten mit Förderpreisen zu ehren, zum anderen aber auch, um sich mit ehemaligen ?Kollegen? zu treffen und gemeinsam mit ihnen eine rauschende Ballnacht zu verbringen. ?Dieses Miteinander von Ehemaligen, heute Aktiven und Youngstern ist es, was das besondere Flair dieser Veranstaltung ausmacht. Da bin ich gern Schirmherrin?, sagte die 400-Lauflegende Marita Koch, deren Namen auch der höchstdotierte Preis des Abends trägt. Diesen erhielt übrigens die junge Kugelstoß-Junioren-Europameisterin Denise Hinrichs vom Sportclub Neubrandenburg. Die 18-Jährige Abiturientin freute sich riesig über die Auszeichnung: ?Es motiviert ungemein, und noch dazu den Preis von Marita Koch und Udo Beyer überreicht zu bekommen, ist schon toll. Wie bei den anderen Nachwuchspreisträgern Antje Mahn (Schwimmen/Rostock); Julia Mächtig (Mehrkampf/Neubrandenburg) und Martin Gulyas
(Rudern/Halle) fließt die mit der Auszeichnung verbundene Prämie in die weitere Sportarbeit ? ?Trainingslager, Sportgeräte, Badeanzüge, das kostet viel Geld?, fügte Schwimm-Trainerin Caren Mahn (Metschuk) hinzu, deren Tochter Antje ebenfalls geehrt wurde. ? Damit können wir dem Nachwuchs ein wenig helfen. Denn liegt in Deutschland einiges im Argen. Wenn die jungen Sportler nicht so große Unterstützung von ihren Familien und vielen kleinen Sponsoren bekämen, ginge manches nicht?, fügte Marita Koch hinzu, die bereits seit sechs Jahren Schirmherrin der Veranstaltung ist. Und weil auch das nicht selbstverständlich ist, sagte Hans Dornbusch, Chef des ? Baltic? und Initiator dieser Zinnowitzer Sportbälle, ihr mit einem riesigen Blumenstrauß Danke. Eine Geste, an der das Publikum großen Gefallen fand, wie man unschwer am Beifall ablesen konnte.
Viel Beifall fand dann aber auch das verführerische Abend-Büfett, dem einfach keiner widerstehen konnte und so manch Sportler pfiff auf Diät und langte tüchtig zu. Machte ja nichts, denn anschließend ging es auf der Tanzfläche richtig rund. Die Live-Band heizte den Ballgästen so richtig ein. Da ging es quer Beet durch alle Musikrichtungen ? und keiner auf der Tanzfläche, egal ob prominent oder nicht, dachte daran zu kneifen, wenn es hieß: ab auf die Knie, die Hände zum Himmel oder einhenkeln zum Schunkeln. ?Es ist eine wunderbare Stimmung. Ganz abgesehen davon, dass ich immer gern auf die Insel komme, hier bin ich mindestens ebenso gern?, gab Ex-Kugelstoßer Udo Beyer unumwunden zu. Dem schlossen sich die beiden Preisfrage-Gewinner unserer Zeitung, Karola und Jürgen Bödeker aus Murchin ohne zögern an. Sie genossen es, locker und unkompliziert die Spitzen-Sportler mit den ?normalen? Ballgästen schwatzten, tanzten und lachten. ?Wir waren mit Sicherheit nicht zum letzten Mal hier?, waren
sie sich einig. Das versprach auch die zweifache Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Meyfarth, die eigens aus Odenthal bei Köln angereist war. ?Ich bin zum ersten Mal auf der Insel Usedom und sehr beeindruckt. Eine herrliche Landschaft, schade, dass es nur so kurz war. Aber irgendwann nehme ich mir mehr Zeit.? Ein Kompliment, das vor allem Ute Hascher-Brücker gern hörte. Hatte sie doch viele der über 70 ehemaligen Sport-Asse nach Zinnowitz ? gelotst?. Und Ulrike Meyfarth war nicht die Einzige, die ein Wiederkommen versprach. ?Nicht zuletzt deshalb, weil wir gern gemeinsam feiern.? ? bis in die frühen Morgenstunden ? Leistungssportler eben


Tanz-Muffel sind bei Sportlern Fehlanzeige